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40. Todestag von Ernst Mader

3. Mai, Freitag

Ernst Mader zählt gemeinsam mit Josef Höbarth zu den Namensgebern des Museums Horn. Er ist der Begründer des Mader-Museums, das nun im Zuge des Ausbaus zum „Kompetenzzentrum für historische Landtechnik“ mit neuem Leben erfüllt wird. Ernst Mader wurde 1892 in Rodingersdorf geboren, wo seine Eltern eine stattliche Gastwirtschaft betrieben. Nach dem Ersten Weltkrieg wollte er nach Brasilien auswandern, doch heiratete er schließlich Theresia Stöger und damit in einen großen landwirtschaftlichen Betrieb in Breiteneich ein. Es folgte eine Karriere als Lokalpolitiker und Agrarfunktionär. Aufgrund seines Engagements im NS-Regime schien es ihm 1945 ratsam, vor der heranrückenden Roten Armee nach Westen (in die spätere amerikanische Besatzungszone) zu flüchten. In der Nachkriegszeit verpachteten und übergaben Ernst und Theresia Mader ihren Betrieb in Breiteneich. Sie zogen nach Horn und widmeten sich fortan dem Reisen. 1961 starb Theresia Mader, ein Jahr später ehelichte Ernst Mader Theresia Müller. Seit Mitte der 1960er Jahre galt seine Leidenschaft dem Sammeln von bäuerlichem Hausrat und landtechnischen Geräten, die im Zuge der Modernisierung in den Bauernhöfen ausgemustert und entsorgt wurden. Die vielfach sorgfältig ausgewählten Objekte wuchsen zu einer beachtlichen Sammlung heran. 1975 schenkte Ernst Mader knapp 400 Objekte der Stadtgemeinde Horn. Er erlebte auch noch die Errichtung der großen Ausstellungshalle, der „Mader-Halle“. Am 3. Mai 1979 starb er in Horn. Auch dank seiner Hinterlassenschaft konnte der Gebäudekomplex des Mader-Museums zwischen 1977 und 1983 entstehen. Im Oktober 1983 wurde das Landwirtschaftsmuseum durch Bundespräsident Kirchschläger feierlich eröffnet.